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Vergleich

Splid Alternative: Die besten Apps mit Budget und Sync

Kompass zwischen mehreren Smartphone-Apps als Symbol für die Suche nach der passenden Gruppenkassen-App

Vorweg das Wichtigste: Splid ist eine gute App. Sie ist kostenlos, werbefrei, braucht kein Konto und teilt Gruppenausgaben zuverlässig auf. Wer nur das braucht, kann bei Splid bleiben und diesen Artikel getrost zuklappen.

Trotzdem suchen viele Nutzer irgendwann nach einer Splid Alternative, meist aus einem von drei Gründen: Sie wollen wissen, wofür das Geld eigentlich draufgeht (Kategorien, Budgets, Statistiken), sie wollen Kassenbons scannen statt abtippen, oder sie führen mehrere Kassen parallel und stoßen an die Ein-Gruppen-Grenze der Free-Version. In diesem Vergleich zeigen wir vier Alternativen und sagen ehrlich, wann welche passt und wann Splid die richtige Wahl bleibt.

Wofür Splid stark ist und wo die Grenzen liegen

Splid verfolgt die Philosophie "eine Sache gut machen": Gruppe anlegen, Ausgaben eintragen, Salden ablesen. Das funktioniert offline, wahlweise komplett lokal auf dem Gerät und ohne Registrierung. Die Free-Version ist auf eine Gruppe beschränkt, mehrere Gruppen und der Export (Excel, PDF) kosten einen fairen Einmalkauf von ca. 4,99 USD.

Die Grenzen beginnen genau dort, wo das Aufteilen aufhört: Splid kennt keine Kategorien, keine Monatsbudgets, keine Statistiken und keinen Belegscanner. Alle Beträge werden manuell eingegeben, eine Web-App gibt es nicht. Für die einmalige Skiwochenend-Abrechnung ist das alles egal. Für eine Kasse, die Monat für Monat läuft, etwa in der WG, in der Beziehung oder in der Familie, fehlt damit der halbe Werkzeugkasten.

Die besten Splid-Alternativen im Überblick

Vier Apps kommen als Ersatz infrage. So unterscheiden sie sich bei den Funktionen, die Splid nicht abdeckt:

Kriterium GoodShare Tricount Settle Up Splitwise
Kategorien & Budgets ✓ kostenlos Kategorien (Premium)
Statistiken ✓ inkl. Sankey-Diagramm ✗ (eingestellt) Basis (Premium) Pro-Abo
Belegscanner ✓ KI-Scan ✓ OCR Belegfotos (Premium) Pro-Abo
Mehrere Kassen kostenlos ✓ (mit Tageslimit)
Werbefrei in der Free-Version ✗ (bunq-Werbung) ✗ (Werbung) ✗ (Werbung)
Plattformen Android Android, iOS, Web Android, iOS, Web Android, iOS, Web
Konto nötig Ja (auch anonym) Nein Ja Ja
Preise: Stand Juli 2026

GoodShare Premium kostet ab 2,50 Euro pro Monat bzw. 19,99 Euro pro Jahr (14-Tage-Gratis-Test), Settle Up Premium 3,49 USD pro Monat oder 18,99 USD pro Jahr, Splitwise Pro 4,99 USD pro Monat. Tricount ist komplett kostenlos, finanziert sich aber über bunq-Werbung. Alle Angaben können sich ändern.

GoodShare: Vom Aufteilen zum gemeinsamen Haushaltsbuch

GoodShare ist die Alternative für alle, die bei Splid an die Funktionsgrenze stoßen. Die App aus Deutschland kombiniert die Kostenteilung mit einem vollwertigen gemeinsamen Haushaltsbuch: Jedes Mitglied trägt Ausgaben ein (auf Wunsch per KI-Belegscanner), die App synchronisiert in Echtzeit über alle Geräte, berechnet den Ausgleich automatisch und zeigt mit Kategorien, Monatsbudgets, Statistiken und Sankey-Diagramm, wohin das Geld fließt.

Anders als bei Splid sind mehrere Bücher schon in der kostenlosen Version drin: eines für die WG, eines für den Urlaub, eines für die Beziehungskasse. Werbung gibt es keine, die Daten liegen DSGVO-konform auf EU-Servern in Frankfurt, eine Bank-Anbindung braucht es nicht. Erweiterte Funktionen wie unbegrenzte Kategorien oder der Transaktions-Split stecken im Premium-Abo ab 2,50 Euro pro Monat. Zwei ehrliche Einschränkungen: GoodShare gibt es nur für Android, und für den Echtzeit-Sync ist ein Konto nötig (das sich auch anonym anlegen lässt). Den direkten Dreifach-Vergleich findest du unter GoodShare vs. Splid vs. Tricount.

Tricount: Reisekasse mit Web-App

Tricount ist die naheliegendste Alternative, wenn dir an Splid vor allem die Web-App fehlt oder du einen Belegscanner willst: Der OCR-Scanner liest Beträge von Quittungen, die Web-Oberfläche macht die Kasse am Laptop nutzbar, über 150 Währungen decken jede Fernreise ab, und ein Konto ist wie bei Splid nicht nötig.

Dafür handelt man sich das bunq-Ökosystem ein: Tricount gehört seit 2022 zur niederländischen Neobank bunq, zeigt deren Cross-Promotion und hat beim Umbau des Geschäftsmodells Export und Statistiken verloren. Budgets und Kategorien-Auswertungen gibt es wie bei Splid nicht.

Settle Up: Multiplattform mit Premium-Extras

Settle Up aus Tschechien läuft auf Android, iOS und im Browser und legt gegenüber Splid vor allem Komfort-Features nach: Belegfotos, Kategorien, wiederkehrende Ausgaben und Excel-Export. Der Haken: Genau diese Extras stecken im Premium-Abo (3,49 USD pro Monat oder 18,99 USD pro Jahr, Stand Juli 2026), und die Free-Version zeigt Werbung. Wer die Zusatzfunktionen nicht kauft, bekommt im Kern das, was Splid gratis und werbefrei bietet.

Splitwise: Der bekannteste Name, aber mit Tageslimit

Splitwise taucht in jeder Alternativen-Liste auf, ist aber gegenüber Splid in einem zentralen Punkt ein Rückschritt: Die kostenlose Version begrenzt die Einträge auf wenige pro Tag (je nach Konto etwa 3 bis 5) und zeigt Werbung. Die Stärken, etwa Venmo- und PayPal-Integration, spielen vor allem im US-Umfeld eine Rolle. Wer von Splid kommt und ohne Limits weiterarbeiten will, landet bei Splitwise fast zwangsläufig beim Pro-Abo für 4,99 USD pro Monat. Mehr dazu im Artikel Splitwise Alternative: Die 4 besten Apps im Vergleich.

Welche App passt zu wem?

Bleib bei Splid, wenn du nur gelegentlich einmalige Anlässe abrechnest und weder Budgets noch Statistiken brauchst. Die App macht ihren Job.

Wechsle zu GoodShare, wenn aus der Abrechnung eine dauerhafte gemeinsame Kasse werden soll: WG, Paar oder Familie auf Android, mit Kategorien, Budgets, Belegscanner und Echtzeit-Sync, werbefrei und kostenlos ohne Limits. Praxisanleitungen findest du in den Guides WG-Kosten teilen und Haushaltskasse für Familien.

Nimm Tricount, wenn du eine Reisekasse mit Web-App und Belegscanner ohne Konto willst und dich die bunq-Werbung nicht stört.

Nimm Settle Up, wenn deine Gruppe iPhones und Android mischt und dir die Premium-Extras das kleine Abo wert sind.

Profi-Tipp

Du musst dich nicht sofort festlegen: Rechne die laufende Splid-Gruppe normal zu Ende und starte die neue App parallel mit der nächsten Kasse, zum Beispiel zum Monatswechsel. So vergleichst du beide im Alltag, ohne eine offene Abrechnung umziehen zu müssen.

Häufig gestellte Fragen

Splid ist doch kostenlos, warum sollte ich wechseln?

Splid ist und bleibt eine gute Wahl für einmalige Abrechnungen. Eine Alternative lohnt sich, wenn du mehr willst als Aufteilen: Monatsbudgets, Kategorien, Statistiken, einen Belegscanner oder mehrere Kassen ohne Einmalkauf. Für eine dauerhafte Haushalts- oder WG-Kasse ist eine App mit Budget-Tracking wie GoodShare die rundere Lösung.

Welche Splid-Alternative kann Budgets und Statistiken?

GoodShare kombiniert Kostenteilung mit einem gemeinsamen Haushaltsbuch: Kategorien, Monatsbudgets, Statistiken und ein Sankey-Diagramm für den Geldfluss sind in der kostenlosen Version enthalten. Tricount und Splitwise bieten kein Budget-Tracking, Settle Up nur Basis-Auswertungen im Premium-Abo.

Welche Alternative funktioniert wie Splid ohne Konto?

Tricount kommt wie Splid ohne Registrierung aus und bietet zusätzlich eine Web-App. GoodShare und Splitwise benötigen ein Konto, weil sie Bücher in Echtzeit über mehrere Geräte synchronisieren. Bei GoodShare geht das Anlegen aber auch anonym in unter einer Minute.

Was ist die beste Splid-Alternative für die WG?

Für eine laufende WG-Kasse auf Android-Geräten ist GoodShare die stärkste Alternative: unbegrenzte Einträge und Kassen, Echtzeit-Sync für alle Mitbewohner, Kategorien und Budgets, dazu werbefrei und mit EU-Datenhaltung. Für gemischte iPhone-Android-WGs sind Tricount oder Settle Up die pragmatische Wahl.

Mehr als nur aufteilen

GoodShare teilt Ausgaben wie Splid, kann aber auch Budgets, Kategorien, Statistiken und KI-Belegscan. Kostenlos, werbefrei, mit EU-Datenschutz.

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