Jahresbudget-Planer 2027
Plane das ganze Jahr auf einen Blick: Einkommen, Monatskosten, Jahresposten mit Fälligkeit und Sparziel eintragen. Der Planer zeigt, welche Rücklage pro Monat jeden Einmalposten abfängt, welche Monate ohne sie kippen und wer zu zweit welchen Anteil trägt.
So erstellst du dein Jahresbudget in vier Schritten
Ein Monatsbudget beantwortet die Frage, wie viel du in einem normalen Monat ausgeben kannst. Es hat nur einen blinden Fleck: Es gibt keine normalen Monate. Im Januar kommt die Kfz-Versicherung, im Juli der Urlaub, im Dezember die Geschenke, und jedes Mal wirkt es, als wäre das Budget gescheitert. Der Jahresbudget-Planer legt deshalb alle Zahlen auf die Zeitachse von zwölf Monaten. Erster Schritt: dein Netto-Einkommen, allein oder zu zweit. Zweiter Schritt: die monatlichen Kosten, von der Miete bis zu den Abos. Dritter Schritt: die jährlichen Einmalposten mit dem Monat, in dem sie fällig werden. Vierter Schritt: das Sparziel für das Jahr, das gleichmäßig auf zwölf Monate verteilt wird.
Das Ergebnis sind vier Zahlen, die ein Monatsbudget nicht liefern kann: die Rücklage pro Monat für alle Jahresposten, das Geld, das dir danach jeden Monat wirklich frei bleibt, der Spielraum über das ganze Jahr und das Startpolster, das du brauchst, damit kein Posten vor seiner Rücklage fällig wird. Dazu die Monatsansicht als Diagramm und Tabelle, mit den Engpass-Monaten markiert. Der Permalink speichert den kompletten Plan in der Adresse, du kannst ihn also mit deinem Partner teilen oder im Januar wieder öffnen.
Warum der Juli kippt: Jahresposten brauchen eine monatliche Rücklage
Das Beispiel, mit dem der Planer startet: 4.600 Euro Netto zu zweit, 2.190 Euro monatliche Kosten, 300 Euro Sparrate. In einem Monat ohne Einmalposten bleiben 2.110 Euro frei, das fühlt sich komfortabel an. Im Juli werden 2.400 Euro Urlaub fällig, und derselbe Haushalt steht bei minus 290 Euro. Nicht, weil zu viel ausgegeben wurde, sondern weil elf Monate lang niemand für den zwölften gespart hat. Die vier Jahresposten des Beispiels summieren sich auf 4.150 Euro, das sind 345,84 Euro pro Monat. Legst du diesen Betrag jeden Monat zurück, sind alle zwölf Monate gleich: 1.764,16 Euro frei, ohne Ausreißer nach unten.
Die Rücklage allein reicht allerdings nicht, und das übersehen die meisten Ratgeber. Der Urlaub im Juli kommt, wenn erst sechs Raten zusammen sind, und die Kfz-Versicherung hat im Januar schon 650 Euro aus einem fast leeren Rücklagenkonto genommen. Im Beispiel rutscht das Konto im Juli auf minus 1.129,15 Euro. Genau diesen Betrag nennt der Planer als Startpolster. Drei Auswege: das Polster am 1. Januar schon haben, die Rücklage bereits im Vorjahr beginnen, oder den Posten nach hinten schieben. Die Tabelle zeigt den Kontostand Monat für Monat, und zum Jahresende landet er rechnerisch wieder auf dem Startwert, weil die Summe der Raten exakt der Summe der Posten entspricht. Alle Beträge werden centgenau verteilt.
Jahresbudget zu zweit: fairer Anteil statt 50/50
Zu zweit stellt sich die zweite Frage: Wer zahlt wie viel davon? Halbe-halbe klingt fair, ist es bei ungleichen Einkommen aber nicht. Der Planer rechnet deshalb wie der Fairer-Anteil-Rechner: Die gemeinsame Verpflichtung aus Monatskosten, Rücklage und Sparrate wird im Verhältnis der Einkommen geteilt. Im Beispiel verdient Person A 2.600 Euro und Person B 2.000 Euro, also 56,5 zu 43,5 Prozent. Von der Verpflichtung von 2.835,84 Euro trägt A damit 1.602,87 Euro und B 1.232,97 Euro. Bei 50/50 wären es je 1.417,92 Euro, und B hätte danach nur noch 582 Euro für sich statt 767 Euro. Beide Varianten stehen im Ergebnis nebeneinander, damit ihr die Entscheidung mit Zahlen treffen könnt.
Wie ihr das Konto dafür organisiert, ob gemeinsames Konto, Drei-Konten-Modell oder getrennte Kassen, ist eine eigene Entscheidung. Der Guide zum gemeinsamen Konto geht die Modelle durch, und der Vergleich der besten Haushaltsbuch-Apps für Paare zeigt, welche App den fairen Anteil automatisch mitrechnet.
Was gehört in die Jahresposten, was in die Monatskosten?
Die Faustregel: Alles, was in weniger als zwölf Monaten des Jahres abgebucht wird, ist ein Jahresposten und bekommt einen Fälligkeitsmonat. Typische Kandidaten sind Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer, jährlich gezahlte Hausrat- und Haftpflichtversicherung, Urlaub, Weihnachten und Geburtstage, Werkstatt und TÜV, die Nebenkostenabrechnung, Steuernachzahlungen, Vereinsbeiträge und Jahresabos. Bei Abos lohnt sich der Blick in den Abo-Rechner, der Monats- und Jahresabos auf einen Nenner bringt. Zur Nebenkostenabrechnung gibt es einen eigenen Artikel, wie du sie prüfst, bevor du zahlst.
In die Monatskosten gehören Miete, Nebenkosten-Abschlag, Lebensmittel, monatlich gezahlte Versicherungen, Mobilität, Internet, Handy und Monatsabos. Lebensmittel sind streng genommen keine Fixkosten, aber sie kommen jeden Monat, und ohne sie wäre das freie Geld eine Illusion. Der Notgroschen ist bewusst kein Jahresposten: Er ist für das Unplanbare da und gehört ins Sparziel, nicht in die Rücklage. Wie groß er sein sollte, steht im Leitfaden Notgroschen aufbauen als Paar.
Vom Plan in den Alltag: Rücklage und Sparrate als Dauerauftrag
Ein Jahresbudget wirkt nur, wenn die Rücklage tatsächlich jeden Monat fließt. Der einfachste Weg ist ein Dauerauftrag am Gehaltstag auf ein separates Konto, in Höhe der Rücklage plus Sparrate. Für die Struktur der Kategorien liefert unsere Haushaltsbuch-Vorlage eine fertige Aufteilung inklusive der Rücklagen-Kategorie, und der Haushaltsbuch-Guide für Paare erklärt, wie ihr das Tracking gemeinsam aufsetzt. Wer die Verteilung des Monatseinkommens noch nicht festgelegt hat, startet mit dem 50/30/20-Rechner; was aus dem Sparziel über die Jahre wird, zeigt der Sparrechner mit Zinseszins, und wie ihr euch auf ein Ziel einigt, der Artikel über gemeinsame Sparziele.
In der GoodShare-App werden Rücklage und Sparrate zu Daueraufträgen im gemeinsamen Buch, die Monatskosten zu Kategorie-Budgets und das Sparziel zu einem Sparziel mit Fortschritt. Beide Partner sehen denselben Stand, und der faire Ausgleich wird laufend mitgerechnet. Dieser Planer rechnet das Jahr einmal durch; die App hält es.
Häufig gestellte Fragen
Ein Jahresbudget legt alle Einnahmen und Ausgaben auf die Zeitachse eines Jahres statt nur auf einen Monat. Der Unterschied zum Monatsbudget: Kosten, die nur einmal im Jahr anfallen, wie Kfz-Versicherung, Urlaub oder Geschenke, werden sichtbar, bevor sie fällig sind. Ein Monatsbudget übersieht sie und wird genau in diesen Monaten gesprengt. Das Jahresbudget zeigt, wie viel du jeden Monat zurücklegen musst, damit kein Monat kippt, und wie viel dir über das ganze Jahr wirklich frei bleibt.
Alle Jahresposten addieren und durch zwölf teilen. Im Beispiel des Planers sind das 4.150 Euro für Kfz-Versicherung, Werkstatt, Urlaub und Weihnachten, also 345,84 Euro pro Monat. Diesen Betrag jeden Monat auf ein Rücklagenkonto überweisen; wird ein Posten fällig, kommt das Geld von dort. Der Haken ist die Reihenfolge: Steht ein großer Posten früh im Jahr, ist die Rücklage noch nicht zusammen. Der Planer berechnet deshalb zusätzlich das Startpolster, das du am 1. Januar brauchst.
Die 50/30/20-Regel verteilt das Monatseinkommen auf Fixkosten, Wünsche und Sparen. Sie sagt, wie viel du in einem typischen Monat wofür ausgeben solltest, aber nichts darüber, wann untypische Ausgaben kommen. Das Jahresbudget ergänzt genau diese Zeitachse: Es nimmt die 20 Prozent Sparen und die unregelmäßigen Fixkosten und legt sie auf die zwölf Monate. Beides zusammen funktioniert gut: 50/30/20 für die Verteilung, der Jahresplaner für Rücklage und Timing.
Fair heißt meist: im Verhältnis zum Einkommen, nicht halbe-halbe. Der Planer addiert Monatskosten, monatliche Rücklage und Sparrate zur gemeinsamen Verpflichtung und teilt sie nach Einkommensanteil. Wer 2.600 Euro netto verdient und mit jemandem lebt, der 2.000 Euro hat, trägt 56,5 Prozent. Im Beispiel sind das 1.602,87 Euro statt 1.417,92 Euro bei 50/50. Der Unterschied entscheidet, ob der Partner mit dem kleineren Einkommen am Monatsende noch etwas für sich hat. Beide Zahlen stehen im Ergebnis nebeneinander.
Weil die Fälligkeiten nicht auf die Rücklage warten. Im Beispiel liegt der Urlaub mit 2.400 Euro im Juli; bis dahin sind erst sechs Monatsraten zusammen, davon ging im Januar schon die Kfz-Versicherung ab. Das Rücklagenkonto rutscht im Juli auf minus 1.129,15 Euro. Genau dieser Betrag ist das Startpolster: Entweder du hast ihn am 1. Januar schon angespart, du beginnst die Rücklage im Vorjahr, oder du verschiebst einen Posten nach hinten. Zum Jahresende steht das Konto rechnerisch wieder auf dem Startwert.
Die monatliche Rücklage und die Sparrate legst du als Daueraufträge an, sie werden automatisch gebucht. Die Monatskosten bekommen Kategorie-Budgets, und das Sparziel wird als Sparziel mit Fortschrittsbalken geführt. In einem gemeinsamen Buch sehen beide Partner denselben Stand, jeder trägt seine Ausgaben selbst ein, und der faire Ausgleich wird laufend mitgerechnet. So wird aus dem Plan eine Gewohnheit statt einer Excel-Datei, die im Februar niemand mehr öffnet.
Jahresbudget gemeinsam führen
GoodShare bucht Rücklage und Sparrate als Daueraufträge, hält die Kategorie-Budgets und zeigt euch beiden jederzeit, wo das Jahr steht.
GoodShare kostenlos testen