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Tricount-Alternative: Die 5 besten Apps im Vergleich

Smartphone mit Gruppenkassen-App und Wechsel-Pfeilen als Symbol für den Umstieg von Tricount

Tricount ist seit Jahren eine der beliebtesten Apps, um Reisekosten und Gruppenausgaben zu teilen, gerade in Europa. Doch mit Version 8.0 hat sich die App unter ihrem Eigentümer, einer Neobank, spürbar verändert: Das Premium-Abo wurde eingestellt, und mehrere Funktionen sind dabei nicht etwa kostenlos geworden, sondern komplett weggefallen. Wer heute seine Ausgaben als CSV oder PDF exportieren, Statistiken ansehen oder eine eigene Aufteilung für die Gruppe speichern will, schaut in die Röhre.

Kein Wunder, dass viele langjährige Nutzer nach einer Tricount-Alternative suchen. In diesem Vergleich schauen wir uns die fünf besten Kandidaten an, sagen ehrlich, welche App zu welchem Anwendungsfall passt, und zeigen, wie der Umstieg gelingt, obwohl Tricount keinen Export mehr anbietet.

Was ist mit Tricount passiert?

Tricount stammt ursprünglich aus Belgien und gehört seit 2022 zur niederländischen Neobank. Mit der neuen App-Version 8.0 wurde das frühere Premium-Abo abgeschafft. Das klingt zunächst nach einer guten Nachricht, die App ist jetzt komplett kostenlos. Der Blick ins offizielle Tricount-Hilfecenter zeigt aber die Kehrseite: Mehrere frühere Premium-Funktionen wurden nicht freigeschaltet, sondern entfernt.

Weggefallen sind laut der aktuellen Liste im Hilfecenter (Stand Oktober 2026): der Export als CSV und PDF, der persönliche Modus für private Buchungen, die Statistiken und das Speichern benutzerdefinierter Aufteilungen (Custom Splits). Für Statistiken und gespeicherte Aufteilungen stellt Tricount eine Rückkehr "in einem zukünftigen Update" in Aussicht, ohne Termin. Eine einzelne Ausgabe ungleich aufzuteilen, klappt weiterhin.

Dazugekommen ist: die Zahlungskarte der Mutterbank, die direkt in die App eingebunden ist. Tricount selbst zeigt keine Werbung, ist damit aber weniger ein eigenständiges Produkt als ein Einstiegskanal ins Ökosystem der Mutterbank. Dass eine Bank die Ausgabendaten von laut eigenen Angaben über 17 Millionen Nutzern hält, ist für datenschutzbewusste Nutzer zumindest diskussionswürdig. Beim Umstieg auf Version 8.0 berichteten Nutzer außerdem von scheinbar verschwundenen Tricounts, die erst nach erneutem Einloggen wieder auftauchten.

Wer Tricount nur als simplen Reise-Splitter nutzt, kann gut dabei bleiben: Die Kernfunktion, Ausgaben teilen und Salden berechnen, ist weiterhin gratis und ohne Limits. Wer aber Export, Statistiken, gespeicherte eigene Aufteilungen oder gar Budget-Funktionen braucht, findet unter den Alternativen Besseres.

Die 5 besten Tricount-Alternativen im Überblick

Alle fünf Kandidaten beherrschen die Kernaufgabe, Ausgaben in der Gruppe zu teilen. Die Unterschiede liegen bei den Funktionen, die Tricount verloren (Export, Statistiken) oder nie gehabt hat (Budgets), plus eigene Aufteilungen, Werbung und Datenschutz:

Kriterium GoodShare Splid Settle Up Splitwise Splital
Eigene Aufteilungen ✓ (Pro, gespeichert, nach Einkommen) ✓ ✓ ✓ ✓
Export (PDF/CSV) ✓ (Pro) ✓ PDF gratis, Excel per Einmalkauf ✓ (Premium) ✓ CSV ✓ (Pro)
Budget-Tracking & Statistiken ✓ inkl. Sankey-Diagramm ✗ teilweise (Premium) ✗ ✗ Budgets, Statistik nur Pro
Belegscanner ✓ KI-Scan ✗ Belegfotos (Premium) ✓ (Pro, nur Beträge) ✗ nur Fotos (Pro)
Werbefrei in der Gratisversion ✓ ✓ ✗ (Werbung) ✗ (Werbung) ✓
Einträge ohne Tageslimit ✓ ✓ ✓ ✗ (Tageslimit) ✓
Herkunft & Datenhaltung Deutschland, EU-Server Deutschland, lokal möglich Tschechien USA Italien, ohne Konto nutzbar
Kosten kostenlos, Pro 4,99 €/Mo oder 39,99 €/Jahr kostenlos für eine Gruppe, Einmalkauf kostenlos mit Werbung, Premium-Abo kostenlos mit Limit, Pro-Abo kostenlos, Pro-Abo
Zu den Preisen

GoodShare Pro kostet 4,99 Euro pro Monat bzw. 39,99 Euro pro Jahr; Neukunden zahlen 2,49 Euro pro Monat in den ersten drei Monaten oder 29,99 Euro im ersten Jahr, dazu kommen 14 Tage Gratis-Test ohne Kreditkarte. Die anderen Apps unterscheiden sich vor allem im Preismodell: Splid setzt auf einen Einmalkauf, Settle Up, Splitwise und Splital auf Abos. Die aktuellen Preise aller Apps im direkten Vergleich stehen in unserem Überblick Splitwise-Alternative.

GoodShare: Kostenteilung plus Haushaltsbuch

GoodShare deckt genau die Lücke ab, die Tricount mit Version 8.0 gerissen hat, und geht noch einen Schritt weiter: Die App kombiniert Kostenteilung mit einem vollwertigen gemeinsamen Haushaltsbuch. Alle Mitglieder eines Buchs tragen Ausgaben und Einnahmen ein, die App synchronisiert in Echtzeit über eigene EU-Server, berechnet automatisch, wer wem wie viel schuldet, und zeigt zusätzlich, wofür das Geld eigentlich draufgeht: mit Kategorien, Monatsbudgets, Statistiken und einem Sankey-Diagramm für den Geldfluss.

Für Tricount-Umsteiger zählen vor allem drei Punkte: Eigene Aufteilungen (wer zahlt welchen Anteil) lassen sich für das ganze Buch speichern, auch nach Einkommen, Abrechnungen lassen sich als PDF und CSV exportieren, und Kassenbons liest der KI-Belegscanner automatisch ein, statt nur den Gesamtbetrag zu erkennen. Aufteilungen und Export stecken im Pro-Abo für 4,99 Euro pro Monat oder 39,99 Euro pro Jahr (als Neukunde 2,49 Euro pro Monat in den ersten drei Monaten), das 14 Tage gratis testbar ist; die Gratisversion enthält 3 KI-Scans pro Monat. Praktisch: Hat der Besitzer eines Buchs Pro, bekommen alle Mitglieder im gemeinsamen Buch Pro mit. Die Basis, unbegrenzte Einträge, Echtzeit-Sync und der automatische Ausgleich, ist kostenlos und komplett werbefrei. Die Daten liegen DSGVO-konform auf EU-Servern in Frankfurt, ganz ohne Bankanbindung.

Die ehrliche Einschränkung: GoodShare gibt es aktuell nur für Android; die iPhone-Version ist im Test (Warteliste). Bis sie im App Store ist, greifen gemischte iPhone-Android-Gruppen besser zu Settle Up oder Splid. Für Android-Haushalte mit laufender Kasse ist GoodShare dagegen die rundeste Tricount-Alternative in dieser Liste. Einen ausführlichen Dreifachvergleich findest du unter GoodShare vs. Splid vs. Tricount.

Splid: Minimalistisch, offline, ohne Konto

Splid aus Deutschland ist die naheliegendste Wahl für alle, die Tricount vor allem wegen der Einfachheit mochten. Die App braucht weder Registrierung noch Internetverbindung, Gruppen funktionieren auf Wunsch rein lokal auf dem Gerät. Eigene Aufteilungen und den PDF-Export beherrscht Splid kostenlos; unbegrenzte Gruppen und der Excel-Export kosten einen fairen Einmalkauf, ganz ohne Abo.

Splid ist für eine Gruppe kostenlos und komplett werbefrei. Die Grenzen zeigen sich, sobald man mehr will als Aufteilen: Es gibt keine Budgets, keine Kategorien, keine Statistiken und keinen Belegscanner. Für die Skiwochenende-Abrechnung ideal, als dauerhafte Haushaltskasse zu wenig. Mehr dazu im Vergleich Splid-Alternative.

Settle Up: Der Multiplattform-Allrounder

Settle Up aus Tschechien läuft auf Android, iOS und im Browser und ist damit die flexibelste Wahl für gemischte Geräte-Gruppen, die bei Tricount die plattformübergreifende Nutzung geschätzt haben. Die Gratisversion teilt Ausgaben ohne Limit, zeigt aber Werbung. Features wie Belegfotos, Kategorien, wiederkehrende Ausgaben und Excel-Export stecken im Premium-Abo (aktuelle Preise im Vergleich Splitwise-Alternative).

Damit ist Settle Up funktional das, was Tricount vor Version 8.0 mit Premium war: solide Kernfunktionen gratis, die Extras kosten. Ein vollwertiges Haushaltsbuch mit Budgets ersetzt es nicht.

Splitwise: Der US-Klassiker mit Tageslimit

Splitwise ist international der bekannteste Name im Splitting-Segment und in den USA, Großbritannien und Indien der Standard. Funktional bietet die App vieles, was Tricount fehlt: CSV-Export, wiederkehrende Ausgaben und im Pro-Abo Diagramme und einen Belegscanner (der allerdings nur Gesamtbeträge erkennt).

Der große Haken: Die kostenlose Version hat ein Tageslimit für Einträge (die genaue Zahl nennt Splitwise nicht) und zeigt Werbung. Wer eine aktive Gruppenkasse führt, landet fast zwangsläufig beim Abo Splitwise Pro. Als Tricount-Ersatz für Gelegenheitsnutzer ist das Tageslimit ein echter Rückschritt, denn genau solche Limits kennt Tricount nicht. Details dazu im Vergleich Splitwise-Alternative.

Splital: Der Neuling mit automatischer Kategorisierung

Splital aus Italien ist die jüngste App in diesem Vergleich. Wie Tricount braucht sie kein Konto, teilt ohne Tageslimit und zeigt keine Werbung. Zwei Dinge kann sie, die Tricount nicht kann: Ausgaben werden beim Tippen der Beschreibung automatisch kategorisiert, und es gibt einen CSV-Import für Splitwise-Gruppen. Eigene Aufteilungen (gleichmäßig, prozentual, exakte Beträge) sind kostenlos dabei.

Der Haken ist derselbe wie bei Tricount: Es bleibt ein Splitter. Budgets, Sparziele und Übertrag kennt Splital nicht, und die Statistiken stecken komplett hinter dem Pro-Abo. Auch PDF- und CSV-Export sind Pro. Einen Belegscanner und eine Web-App gibt es nicht, Letzteres räumen die Macher in ihrem eigenen Vergleich selbst ein. Wer nur einen kostenlosen Splitter mit flexiblen Aufteilungen und automatischen Kategorien sucht, findet hier Ersatz. Wer die Reisekasse mit Budget führen will, nicht.

Welche Alternative passt zu wem?

Die kurze Entscheidungshilfe, ehrlich sortiert nach Anwendungsfall:

Paare, WGs und Familien mit laufender Kasse (Android): GoodShare. Kostenteilung und Haushaltsbuch in einer App, mit gespeicherten eigenen Aufteilungen und Aufteilung nach Einkommen, PDF-Export und Belegscanner, ohne Werbung, mit EU-Datenschutz. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Guides zum WG-Kosten teilen und zur Haushaltskasse für Familien.

Einmalige Anlässe (Geburtstag, Skiwochenende): Splid. In 30 Sekunden startklar, ohne Konto, für eine Gruppe gratis, mit eigenen Aufteilungen, kostenlosem PDF-Export und Excel-Export per Einmalkauf.

Gruppenreisen mit gemischten Geräten: Settle Up, dank Web-App auch vom Laptop nutzbar. Wer die Reisekasse lieber gleich mit Budget führt, findet im Guide Reisekosten teilen die Schritt-für-Schritt-Anleitung mit GoodShare.

Wer bei Tricount bleiben will: Auch das ist legitim. Für simples Reise-Splitting ohne Export-Bedarf bleibt Tricount kostenlos und ohne Limits nutzbar. Man sollte nur wissen, dass die Ausgabendaten bei einer Bank liegen und die entfernten Funktionen bis auf Weiteres fehlen.

So gelingt der Wechsel von Tricount

Der Umstieg ist unkomplizierter, als viele denken, weil Splitting-Apps kein Datenimport-Problem haben: Alte Abrechnungen muss man nicht mitnehmen, nur die offenen Salden. Da Tricount seit Version 8.0 keinen CSV- oder PDF-Export mehr anbietet, geht es so:

1. Offene Salden ausgleichen. In Tricount alle offenen Beträge begleichen, oder die Restbeträge notieren und als Startbuchung in die neue App übernehmen.

2. Endstand sichern. Ohne Export-Funktion bleibt der Screenshot: Die Übersichts- und Salden-Ansicht abfotografieren und archivieren, dann ist die Historie zumindest dokumentiert.

3. Neue Kasse anlegen und Mitglieder einladen. In GoodShare zum Beispiel ein gemeinsames Buch erstellen, Einladungslink per WhatsApp teilen, fertig. Ab der ersten Buchung rechnet die neue App den Ausgleich automatisch.

Profi-Tipp

Der beste Zeitpunkt für den Wechsel ist direkt nach einer Komplettabrechnung, zum Beispiel am Ende einer Reise oder am Monatsende. Dann starten alle bei null und niemand muss alte Schulden zwischen zwei Apps hin- und herrechnen.

Häufig gestellte Fragen

Ist Tricount jetzt komplett kostenlos?

Ja. Mit Version 8.0 hat Tricount sein Premium-Abo eingestellt, die App ist komplett kostenlos und ohne Konto nutzbar. Der Haken: Mehrere frühere Premium-Funktionen wurden dabei entfernt statt freigeschaltet: der CSV- und PDF-Export, der persönliche Modus, die Statistiken und das Speichern eigener Aufteilungen. Werbung zeigt Tricount nicht, die App bindet aber die Zahlungskarte der Mutterbank ein.

Welche Funktionen sind bei Tricount weggefallen?

Laut dem offiziellen Tricount-Hilfecenter (Stand Oktober 2026) sind seit Version 8.0 diese früheren Premium-Funktionen nicht mehr verfügbar: Export als CSV und PDF, der persönliche Modus, die Statistiken und das Speichern benutzerdefinierter Aufteilungen (Custom Splits). Für Statistiken und gespeicherte Aufteilungen stellt Tricount eine Rückkehr in einem zukünftigen Update in Aussicht, ohne konkreten Termin. Eine einzelne Ausgabe ungleich aufzuteilen, funktioniert weiterhin.

Was ist die beste Tricount-Alternative mit Export und eigenen Aufteilungen?

Für Android-Haushalte mit laufender Kasse ist GoodShare die rundeste Wahl: gespeicherte eigene Aufteilungen und Aufteilung nach Einkommen, PDF-Export, CSV-Export mit komplettem Verlauf und unbegrenzte KI-Belegscans sind vorhanden (in Pro, 14 Tage gratis testbar; kostenlos gibt es CSV für 30 Tage und 3 Scans im Monat), dazu Budget-Tracking und EU-Datenhaltung ohne Werbung. Für einmalige Anlässe ohne Konto ist Splid stark, dort gibt es eigene Aufteilungen und den PDF-Export gratis und den Excel-Export als fairen Einmalkauf. Settle Up ist die flexibelste Wahl für gemischte iPhone-Android-Gruppen.

Wie übernehme ich meine Tricount-Daten in eine andere App?

Einen direkten Import bietet keine der Alternativen, und der CSV-Export ist in Tricount seit Version 8.0 weggefallen. Der sauberste Weg: In Tricount alle offenen Salden ausgleichen, den Endstand als Screenshot sichern und in der neuen App mit einer frischen Kasse starten. Direkt nach einer Komplettabrechnung dauert der Wechsel nur wenige Minuten.

Bereit für den Umstieg?

GoodShare bietet gespeicherte eigene Aufteilungen und Aufteilung nach Einkommen, PDF-Export und KI-Belegscanner, dazu Budget-Tracking und EU-Datenschutz. Ohne Werbung, in 5 Minuten eingerichtet.

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